SPD kann stolz auf eigene Erfolge sein

SPD-Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel und Europa-Kandidatin Martina Werner sprachen bei der Burghauner SPD im Rothenkirchener Schützenhaus

Rothenkirchen. Großer Bahnhof bei der Burghauner SPD: TSG besuchte seine Genossen. TSG ist Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD-Landesvorsitzender und Oppositionsführer im Hessischen Landtag. Der Anlass war nicht nur eine Wahlkampfveranstaltung mit der Europa-Kandidatin Martina Werner aus Kassel. Schäfer-Gümbel war auch gekommen, um im Rothenkirchener Schützenhaus drei langjährig verdiente Parteigenossen zu ehren – und um den Wahlkampfauftakt von Bürgermeister Alexander Hohmann zu begleiten.

Alles in allem drei gute Gründe für Schäfer-Gümbel, um nach Burghaun zu kommen, wo er vor seinem Eintreffen beim Schützenverein Lützow gemeinsam mit Hohmann und Werner den „Europaplatz“ neben der evangelischen Christuskirche in Burghaun in Augenschein nahm – ein symbolträchtiger Ortstermin, der zeigen soll, dass die Genossen Europa fest im Blick haben. In Rothenkirchen hieß der Burghauner Ortsvereinsvorsitzende Gerhard Kasier die Gäste willkommen, zu denen auch die Eichenzeller SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel zählte.

SPD darf auf Erfolge stolz sein

Neben Europa lenkte Schäfer-Gümbel den Blick auch auf die kommunal-, landes- und bundespolitischen Themen. Dabei betonte der SPD-Spitzenpolitiker, dass die SPD auf diesen Politikfeldern gute Arbeit leiste. SPD-Forderungen stünden nicht nur im schwarz-roten Berliner Koalitionsvertrag, sondern seien Bestandteil konkret-verantwortlichen politischen Handelns. Als Beispiele nannte er den gesetzlichen Mindestlohn („Anerkennung der Würde von Arbeit“), die Rente mit 63 nach 45 Beitragsjahren („Respekt vor der lebenslangen Arbeitsleistung von Menschen“), „Wir dürfen auf unsere Erfolge stolz sein und darüber auch offensiv mit den Bürgern sprechen“, sagte er.

Hart ins Gericht ging er mit der schwarz-grünen Landesregierung in Wiesbaden. Dass es hier nicht zu einem schwarz-roten Bündnis gekommen ist, begründete Schäfer-Gümbel so: „Es gab für uns keine Chance, die uns wichtigen Themen in der Bildungs- und Sozialpolitik, aber auch eine auskömmliche Finanzausstattung von Städten und Gemeinden durchzusetzen. Daher blieb uns nur der konsequente Schritt in die Opposition.“ Mit Blick auf Europa sagte Schäfer-Gümbel, dass nicht weniger, sondern nur mehr Europa weiterhelfe. Denn auf die Gerechtigkeitsdebatte müsse es nicht nur nationale, sondern auch europäische Antworten geben.

Starkes Europa mitgestalten

Diese Worte ihres Landesvorsitzenden waren für die SPD-Europakandidatin Martina Werner ein passende Vorlage. Nicht Europa-Skeptizismus, sondern Mitgestaltung eines starken Europas sei das Gebot, ist die 52-Jährige überzeugt. Dazu gehöre auch, dass Aufgaben dort erledigt gehören, wo sie auch am direktesten gelöst werden können: nicht in Brüssel, sondern in den Ländern und Kommunen. Dass das gut funktioniere, sei auch in Burghaun sichtbar, sagte sie. Europa dürfe nicht als Bürokratismus wahrgenommen werden. Auch ist es Werner wichtig, dass in Europa endlich Ansprechpartner installiert werden, durch die Europa nach außen mit einer Stimme sprechen könne.

Auf den Tischen lagen nicht nur Druckschriften von Martina Werner, die für die Europapolitik der SPD und um die Wählerstimmen für den 25. Mai warb. Die über 60 Gäste im Rothenkirchener Schützenhaus waren auch die ersten, die die neue Wahlkampfbroschüre von Bürgermeister Alexander Hohmann in die Hand bekamen. Er steht am 29. Juni zur Wahl.

Zum Abschied konnten sich Schäfer-Gümbel und Werner über zwei Präsentkörbe freuen, die der Rothenkirchener Ortsvereinsvorsitzende Dirk Schäfer überreichte. Sie kommen aus der Metzgerei von Karl-Heinz Quanz. Dessen Bruder Lothar ist Mitglied der SPD-Landtagsfraktion und war langjähriger Vizepräsident des Hessischen Landtages.

Veröffentlicht: 16.05.2014

© Martina Werner, MdEP
Datum des Ausdrucks: 12.08.2022