EU-Parlament setzt nachhaltige Akzente für die Energieunion

Europaabgeordnete stimmen im eigenen Bericht für sichere, nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung

Am Mittwoch hat das Europäische Parlament einen Bericht zur Energieunion angenommen. „Der Bericht fordert eine europäische Energieunion mit klaren nachhaltigen Akzenten“, begrüßt Martina Werner, energie- und industriepolitische Sprecherin der SPD-Europaabgeordneten, die Verabschiedung des Berichtes.

„Der Bericht spiegelt die Tendenz wieder, die sich auf der Weltklimakonferenz in Paris ganz deutlich abgezeichnet hat: Wir müssen langfristig weg von umweltschädlichen und CO2-lastigen fossilen Energiequellen hin zu erneuerbaren Energien und Energieeffizienz“, erläutert die Energiepolitikerin Martina Werner.

Der Bericht fordert die EU-Kommission dazu auf, neben einer Strategie für die Diversifizierung der Energieimporte aus verlässlichen Drittstaaten, insbesondere auf eigene Anstrengungen zu setzen. Im Mittelpunkt stehen die Senkung des eigenen Energiebedarfs und die Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien. Darüber hinaus weist der Bericht auf die Notwendigkeit eines neuen Strommarktdesigns hin, welches stärker auf erneuerbare Energien setzt und dem zunehmenden Bedarf an einer dezentralen Energieversorgung Rechnung trägt. Martina Werner: „Letztendlich muss die Energieunion zu einer sicheren, nachhaltigen und bezahlbaren Energieversorgung für die Bürger in der EU und für die europäischen Industrien führen. Die Versorgungssicherheit ist nur gewährleistet, wenn die EU auf ihre eigenen Energiequellen setzt.“

Nach der Annahme eines Plenaränderungsantrages fordert der Bericht nun auch verbindliche Energie- und Klimaziele bis zum Jahr 2030. Martina Werner: „Unserer sozialdemokratischen Fraktion ist es gelungen, diese Forderung im Plenum erfolgreich einzubringen - auch gegen nationalkonservative Drohungen, den gesamten Bericht scheitern zu lassen. Nur mit verbindlichen Zielvorgaben teilen sich die EU-Mitgliedstaaten die Verantwortung und schaffen Investitions- und Planungssicherheit für ihre Unternehmen.“

Veröffentlicht: 15.12.2015

© Martina Werner, MdEP
Datum des Ausdrucks: 01.10.2022