Bahn-Zukunft mit ressourcenschonender Mobilität

EU-Abgeordnete Martina Werner besucht Kasseler Hersteller von Bordnetzumrichtern für Züge SMA Railway

Brüssel/ Kassel. „Was kann die EU unternehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Bahnbranche zu stärken und zu erhalten?“ So die zentrale Fragestellung der im Juni 2015 angestoßenen Resolution des Europäischen Parlaments, für die die EU-Abgeordnete Martina Werner als Berichterstatterin agiert. In diesem Kontext besuchte die SPD-Politikerin am Freitag, 27. November 2015, die Kasseler SMA Railway Technology GmbH, ein nordhessischer Hersteller von Bordnetzumrichtern für Züge.

Im Austausch mit Dirk Wimmer, Geschäftsführer Marketing und Sales des Systemlieferanten für Schienenfahrzeuge, beleuchtete die Politikerin die aktuelle Situation der europäischen Bahnindustrie. Schnell waren sich beide einig, dass in Gegenwart und Zukunft Schienenfahrzeuge eine immer zentralere Rolle einnehmen werden. Maßgeblich für die Wettbewerbsfähigkeit der Bahnbranche seien daher Kriterien wie Energieeffizienz und Innovation – diese gelte es auf EU-Ebene zu fördern.  Insbesondere die Globalisierung und einhergehender Wettbewerbsdruck aus dem Raum China gefährden aktuell Arbeitsplätze in der Branche. Um der sich  abzeichnenden Konsolidierungswelle im Bereich der Bahn-Zulieferer entgegen zu wirken, müsse verstärkt die mittelständische  Industrie  gefördert werden.

Bei einem Firmenrundgang konnte sich Martina Werner von der effektiven Bauweise der Bordnetzumrichter überzeugen. Die leistungselektronischen Geräte wandeln die vom Zug genutzte Hochspannung in gebräuchlichen mittelfrequenten Strom, um die Stromversorgung von Beleuchtung, Laptopbetrieb oder Klimatisierung sicherzustellen. Die mittlerweile dritte Generation der sogenannten SMARTconverter ist im Vergleich zu den Vorgängerversionen noch leichter und verfügt dank der verwendeten Technologie über einen hohen Wirkungsgrad.

Veröffentlicht: 15.12.2015

© Martina Werner, MdEP
Datum des Ausdrucks: 01.10.2022